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Die Banken kontrollieren uns

8. Mai 2013

“Ich fürchte es wird dem einfachen Bürger nicht gefallen zu erfahren, dass Banken Geld schaffen können und es auch tun. … Und jene die den Kredit kontrollieren, lenken die Politik der Regierungen und halten das Schicksal der Menschen in ihrer hohlen Hand.”

- Reginald McKenna, 1924 als Verwaltungsratspräsident der damals grössten britischen Bank (Midland Bank) zu deren Aktionären. Zwischen 1915 und 1916 war McKenna britischer Finanzminister.

Die französische Revolution: Sade, Robespierre und die Folgen

9. Dezember 2012

Momentan lese ich des Ritters “Konservative Weltsicht als Chance”, welche ursprünglich unter dem Titel “Die recht gestellten Weichen” erschienen ist. Das erste Kapitel kann man als geschichtsrevisionistisches Glanzstück bezeichnen, gibt sie doch mal die andere Seite der französischen Revolution wider. In den staatlichen Schulen lernen wir seit Jahrzehnten, welch glorreicher Abschnitt der europäischen Geschichte diese “Abschaffung des feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung” (Wikipedia) dargestellt hat.

Aber beginnen wir einmal mit der Sturm auf die Bastille, in der ein Mann eine entscheidende Rolle spielte, die für den Gang der Dinge eine ebenso grosse Rolle spielte, wie der masochostische Neurotiker Jean Jaques Rousseau – der pädagogische Romane schrieb und seine Kinder in Waisenhäuser abschob: der Marquis de Sade.

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Naturrecht: Papst Benedikts überhörte Mahnungen

22. September 2012

von Edgar L. Gärtner

Ein Jahr nach seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag

Am 22. September 2011 gab der als ehrgeizig bekannte Bundestagspräsident Norbert Lammert Papst Benedikt XVI. während dessen offiziellem Deutschlandbesuch die Gelegenheit, vor dem Deutschen Bundestag im Berliner Reichstag zu sprechen. Nicht wenige werden vom Thema, das der Papst gewählt hatte, überrascht gewesen sein. Erwartet worden waren insbesondere Ausführungen zur christlichen Ökumene. Der Papst hielt dagegen einen hochgelehrten Vortrag über die Bedeutung des Naturrechts. Er mahnte die Politiker, sich nicht an vordergründigen Erfolgskriterien, sondern am überzeitlichen Maßstab der Gerechtigkeit zu orientieren, indem er den in libertären Kreisen wohlbekannten Satz aus Augustinus’ „De civitate Dei“ zitierte: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.“ Diese Mahnung konnte angesichts wiederholter Rechtsbrüche beim Versuch der EU-Elite, ihre Kunstwährung Euro durch direkte und indirekte Enteignung der Sparer zu retten, aktueller nicht sein.

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Die Schrift, von Ks. Jakub Bartczak

15. September 2012

Vom Wert der Güter

1. August 2012

Frühe Theorien des Werte, soweit sie Güter betrafen, waren meistens auf den “gerechten Preis” konzentriert. An der Frage scheiden sich auch heute noch die Geister. Ansonten gäbe es keine Diskussion über den “gerechten Milchpreis” oder “überzogene Managerboni”. Diese Frage wird in der subjektivistischen Wertlehre der Österreichischen Schulen den beiden Vetragsparteien überlassen (Käufer und Verkäufer).

Ein Vorläufer des Subjektivismus war der hl. Augustinus. In einem während des Mittelalters häufig zitierten Absatz sagt der hl. Augustinus, dass mit Leben erfüllte Dinge in der Ordnung der Natur über den unbelebten stehen, und dass innerhalb der Lebewesen, die intelligenten über den unintelligenten stehen. Und er geht sogar soweit zu sagen, dass die Diskrepanz zwischen dieser “natürlichen” Rangordnung der Bewertung und jener Wertung durch den Menschen in der Preisstruktur reflektiert wird – wobei die Wertung durch den Menschen auf der Nützlichkeit basiert.

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Neue Generation. Alter Ritus.

2. Mai 2012

Für das gläubige Volk waren von all den modernisierenden Reformen innerhalb der Kirche welche dem Zweiten Vatikanischen Konzil folgten, wohl keine offensichtlicher als jene Abänderungen der Liturgie. Latein wurde durch lokale Sprachen ersetzt, Frauen trugen keine Schleier mehr in der Kirche, und Gregorianische Choral, Renaissance Polyphony und alte Hymnen wurde durch zeitgenössische Interpretationen wie etwa den Lobpreisstil ersetzt.

Laut Pater Joseph Kramer, FSSP, Pfarrer der römischen Kirche der Santissima Trinita dei Pellegrini (Allerheiligsten Dreifaltigkeit der Pilger), liegt der Grund für die fortdauernde Anziehungskraft der traditionellen Messe zu einem grossen Teil in der Ästhetik. Klassische liturgische Musik hat einen “erhebenden, anregenden Effekt. Sie bewegt die Menschen wirklich zum Gebet,” sagt er. “Sowohl Gregorianik, als auch Polyphonie heben die Texte der Liturgie hervor. Wenn du sie anhörst, meditierst du über die Worte und verinnerlichst deren Bedeutung.” Weiterlesen…

Kirche und Leute im 3. Jahrhundert

22. April 2012

Gegen das letzte Viertel des 3. Jahrhunderts ist die Kirche in der mediterranen Welt ein Teil der Landschaft, wenn nicht sogar Teil des urbanen Establishments, geworden. Die damaligen Christen wurden als eigene Gemeinde, mit ihren eigenen Institutionen und Führern angesehen. Nichtsdestoweniger hing ihre Sicherheit vom Wohlwollen der momentan herrschenden Autoritäten ab. Wie waren unsere Geschwister damals organisiert? Wie sahen sie ihre Pflichten gegenüber Gott und ihren Nachbarn? Wie haben sie sich literarisch und künstlerisch ausgedrückt? Und das wichtigste: Was können wir im Jahr 2012 AD von ihnen lernen?

AUTORITÄT UND KIRCHENORDNUNG

Eine der interessantesten überlebenden Dokumente des späten 3. Jahrhunderts ist der Brief der Synode von Antiochia (268 AD), welcher Paul von Samosata endlich verurteilte. Er wirft Licht auf die Frage der Autorität und Rangordnung. Der Brief erzählt, wie diesem Konzil “Bischöfe, Presbyter und Diakone der benachbarten Städte und Provinzen beiwohnten”, und dass es seine Entscheidung “dem Dionysius und Maximus und allen unseren Gehilfen auf dem Erdkreise, den Bischöfen und Priestern und Diakonen, und der ganzen katholischen Kirche unter dem Himmel” kundtat [1]. Es sei darauf hingewiesen, dass dieser Brief zuerst an den heiligen Papst Dionysius (260-268 AD) adressiert ist. Doch dazu später mehr.
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