Neue Generation. Alter Ritus.
Für das gläubige Volk waren von all den modernisierenden Reformen innerhalb der Kirche welche dem Zweiten Vatikanischen Konzil folgten, wohl keine offensichtlicher als jene Abänderungen der Liturgie. Latein wurde durch lokale Sprachen ersetzt, Frauen trugen keine Schleier mehr in der Kirche, und Gregorianische Choral, Renaissance Polyphony und alte Hymnen wurde durch zeitgenössische Interpretationen wie etwa den Lobpreisstil ersetzt.
Laut Pater Joseph Kramer, FSSP, Pfarrer der römischen Kirche der Santissima Trinita dei Pellegrini (Allerheiligsten Dreifaltigkeit der Pilger), liegt der Grund für die fortdauernde Anziehungskraft der traditionellen Messe zu einem grossen Teil in der Ästhetik. Klassische liturgische Musik hat einen “erhebenden, anregenden Effekt. Sie bewegt die Menschen wirklich zum Gebet,” sagt er. “Sowohl Gregorianik, als auch Polyphonie heben die Texte der Liturgie hervor. Wenn du sie anhörst, meditierst du über die Worte und verinnerlichst deren Bedeutung.” Weiterlesen…
Kirche und Leute im 3. Jahrhundert
Gegen das letzte Viertel des 3. Jahrhunderts ist die Kirche in der mediterranen Welt ein Teil der Landschaft, wenn nicht sogar Teil des urbanen Establishments, geworden. Die damaligen Christen wurden als eigene Gemeinde, mit ihren eigenen Institutionen und Führern angesehen. Nichtsdestoweniger hing ihre Sicherheit vom Wohlwollen der momentan herrschenden Autoritäten ab. Wie waren unsere Geschwister damals organisiert? Wie sahen sie ihre Pflichten gegenüber Gott und ihren Nachbarn? Wie haben sie sich literarisch und künstlerisch ausgedrückt? Und das wichtigste: Was können wir im Jahr 2012 AD von ihnen lernen?
AUTORITÄT UND KIRCHENORDNUNG
Karfreitagsanime
Interview mit Abt Martin
Zitat VI

Wer ist Vermittlerin des Heils?
Eine Frage, die mich in den vergangenen Jahren lange begleitet hat und deren Antwort mich schliesslich zurück zur katholischen und apostolischen Kirche gebracht hat: Wer ist die Vermittlerin des Heils – allein die Schrift oder die Tradition?
Zu allererst zwei Definitionen:
- Die Schrift allein (Sola scriptura) ist ein Schlagwort der Reformation und beschreibt die Lehre, dass die Heilige Schrift die einzige unfehlbare und hinreichende Norm der Kirche für Glaubens- und Doktrinfragen sei. Während die Bibel nicht alles Wissen beinhalte, so besitze sie doch jenes, welches für die Erlösung notwendig sei. Wenn etwas also nicht in der Schrift gefunden werden kann, so sei es für den Gläubigen nicht bindend.
- Die Tradition umfasst Überlieferungen, welche die Apostel aus dem Mund Christi oder unter Eingebung des Heiligen Geistes empfangen und in der apostolischen Nachfolge weitergegeben haben. Im 1. Jahrtausend verstand man darunter sowohl, die mündlichen Überlieferungen, als auch das die Evangelien und Briefe, welche das Neue Testament ausmachen – und natürlich auch das Alte Testament. Diese Definition wurde zur Klärung gegenüber der Reformation während des Konzils von Trient auf die mündlichen Überlieferungen reduziert (daher spricht man seither von Schrift und Tradition). Von der Wortbedeutung her ist Tradition abgeleitet vom lateinischen tradere, was soviel bedeutet wie hindurchreichen.
Das dritte Jahrhundert: Christlicher Platonismus Alexandrias
Im 3. Jahrhundert war der Ketzertaufstreit ein wichtiges Thema innerhalb der Kirche. Dabei ging es darum,wie man mit Christen verfahren sollte, die in einer von der katholischen Kirche getrennten Gemeinschaft getauft wurden und sich anschliessend der katholischen Kirche anschlossen. Sollte nochmals getauft werden oder nicht? Hat das Sakrament von einem Häretiker Gültigkeit oder nicht, und falls ‘ja’, ab wann hat es dies? Dionysius von Alexandria stand bei diesem Streit zwischen Papst Stephan I. und Cyprian von Karthago. Erster vertrat die Ansicht, dass es nicht auf die taufende Person, sondern auf die trinitarische Taufformel und die rechte Intention ankäme. Cyprian hingegen machte die Gültigkeit der Taufe von der Würdigkeit und Orthodoxie des Taufspenders abhängig.
Dionysius war jedoch weniger mit der Doktrin der Kirche und ihrer weltlichen Gliedschaft beschäftigt, als vielmehr mit der Harmonie und Schönheit des Universums, und innerhalb dessen mit der Weise wie der Mensch die Gemeinschaft mit dem Logos erreichen konnte.
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Taufe, Firmung und Wiedereintritt in die Kirche im Kloster Fahr
Zum Glück muss ich meinen Lebensunterhalt nicht mit dem Bloggen verdienen. Ansonsten wäre ich sicher schon lange verhungert – so selten wie ich hier wiedermal aktiv bin. Und da ich gleich wieder zur Arbeit gehen werde, langt es mir zeitlich nur für einen Copy/Paste Post. Ich wollte schon lange mal den Bericht über den herrlichen Abschluss des Glaubenskurses im Kloster Fahr abdrucken. Et voilà: eine Taufe, vier Firmungen und mein Wiedereintritt, dazu fünf Katholiken, die mehr über ihren Glauben lernen wollten und ein Reformierter, der sich bereits im November firmen liess.
Ich bitte meiner Leser schon mal um Entschuldigung und gelobe, dieses Wochenende mal wieder einen eigenen Beitrag zu bringen.
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Josquin Desprez (1450 – 1521 AD), Praeter rerum seriem
I’m back!
Halleluja! Seit diesem Morgen sind meine Frau und ich (wieder) Glieder der Kirche. Nach einem wunderschönen, segensreichen Jahr im Konvertitenkurs “Glauben suchen – Heimat finden” hat sich meine Frau heute firmen lassen und ich wurde, nach meinem Kirchenaustritt 2003, wieder in die wahre Kirche Gottes aufgenommen.



