Das Vierte Gebot
„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ Mal ehrlich, kein Gebot Gottes wird systematisch so umgangen, wie das Sabbat-Gebot. Hier in England kann man denn auch am Sonntag zum shoppen gehen – wenn auch nur zwischen 11Uhr und 17Uhr. Wenn ein Atheist oder Muslim den Service in Anspruch nimmt, seh ich das zwar nicht gern, aber muss es akzeptieren. Ganz anders steht’s allerdings um Christen – und da kann ich mich nicht ausschließen. Dieses Gebot hat Gott seinem Volk durch Mose übergeben und wir nutzen den Sonntag nun für Einkäufen, Kino, oder einfach mal um die ganze Hausarbeit zu machen. Gott sagte „Gedenke des Sabbattages“, was uns zeigt, dass sich Gott im Klaren ist, dass wir den Sabbat gerne vergessen. Der Zweck des Sonntags ist von unserer Arbeit zu ruhen und gewissenhaft unserer religiösen Pflichten nachzugehen.
Gott hat uns sechs Tage gegeben, um der Arbeit unseres Berufes nachzugehen und hat sich selbst lediglich diesen einen Tag genommen. Es ist deswegen nur gerecht und auch rational, dass wir diesen Tag in einer speziellen Art und Weise dazu nutzen sollten, um Gott zu dienen.
- Der Sonntag wird von den Puritanern „der Feiertag der Seele“ genannt. An ihm wirkt die Gnade in uns: an den anderen Tagen sind wir mit den weltlichen Dingen beschäftigt, an diesem Tag geht es um den Himmel. Der HERR offenbart sich der Seele des Christen an diesem Tag gewöhnlich mehr als sonst. Christus tat die meisten seiner Wunder am Sabbat, und so macht er es heute noch wenn Herzen aus Stein lebendig werden.
- „Sechs Tage sollst du arbeiten“. Nix is mit 35 Stunden Woche. Es ist für den gläubigen Christen eine Pflicht sechs Tage zu arbeiten, genauso wie es eine Pflicht ist die heilige Ruhe am siebten Tag zu halten. Wer sich näher mit dem protestantischen Arbeitsethos beschäftigen will, dem sei der Klassiker von Max Weber Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus ans Herz zu legen. In seinem 1905 erschienenen Werk erklärt Weber den Zusammenhang zwischen dem Protestantismus, im speziellen den Puritanern, und dem wirtschaftlichen Erfolg.
Ein Christ darf sich nicht nur auf das Himmelreich konzentrieren, sondern auch auf seine Berufung (engl.: calling) – seinem Beruf. Frömmigkeit schließt Fleiß nicht aus. In meinem Umfeld arbeitet man etwa 60 bis 70 Stunden die Woche. Es gilt keine Zeit zu verlieren, denn (Achtung Phrasendrescher!) Stillstand bedeutet Rückschritt. Ein wunderbares Zitat von Thomas Watson dazu lautet: „Die Sonne zieht ihre Kreise, die Quellen sprudeln und das Feuer lodert“. Alles tut wozu es von Gott bestimmt wurde. Salomon schickt uns zu den Ameisen, um von ihnen zu lernen. „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr!“ (Sprüche 6, 6). Die Biene sah auch Watson schon als Paradebeispiel des Fleißes, einige machen den Honig, andere bearbeiten das Wachs, andere formen die Wabe, andere wiederrum stellen die Wachposten am Eingang des Bienenstocks. „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du gekommen bist“ (Genesis 3, 19). Im Matthäus Evangelium findet sich eine sehr eindrückliche Geschichte dazu, die von den anvertrauten Zentnern. Weil das Thema nicht nur unsere Seele betrifft und insbesondere in der globalisierten Welt so wichtig ist, will ich hier das gesamte Stück bloggen.
„Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an; dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem anderen zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und zog fort. Sogleich ging er hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei dazu. Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte weitere fünf Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit weitere fünf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit zwei weitere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen. Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern. (Matthäus 25, 14-30) - Daher, arbeitet hart und haltet den Sabbat heilig. Steht sonntags früh auf, denn Christus stand früh auf, bevor die Sonne aufging. (Johannes 20, 1). Er stand früh auf, um uns zu retten. Sollen wir nicht auch früh aufstehen, um ihn zu preisen?
- Doch wie sollen wir den Sabbat begehen? Wie sollen wir uns auf ihn vorbereiten?
* Durch das Lesen der Bibel. Das Wort leistet einen großen Beitrag daran unsere Herzen zu heiligen. Lest die Bibel nicht einfach wie einen Roman, sondern lest sie gewissenhaft; betrachtet sie als einen Heilsbrunnen – als das Buch des Lebens.
* Durch Meditation, denn sie lässt die Seele in sich selbst ruhen und unser Herz zu Gott aufsteigen. Meditieren ist meines Erachtens nach der beste Weg, um einen Sonntagmorgen zu begehen.
* Durch beten: „Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.“ (Matthäus 6, 6) Betet, dass Gott mit euch sein möge! Betet, dass das heilige Wort eure demütigen Herzen erreichen möge! Doch sollen wir dabei nicht vergessen auch für andere zu beten. Betet für all die verlorenen Seelen, auf dass sie wieder zu Jesus Christus finden.

Gerade eben haben wir ein langes Gespräch über die Gültigkeit der 10 Gebote geführt und ob sie noch komplett gültig seien. Kurz darauf entdeckte ich diesen Text und der öffnete mir die Augen. Hier wird vom Sonntag geredet, als wäre er der Sabbat. Wenn das ein messianischer oder normaler Jude ließt, der lacht sich schief!
Mal ehrlich, das macht doch keinen Sinn Gottes heiligen Siebenten Tag auf den 1. zu legen um dann zu behaupten: Dies sei der Sabbat, den wir vergessen hätten!?
Mir ist es plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen wie chizophren das ist und wie die heilige Schrift nach eigenem Ermessen verbogen und kommentiert wird. Und das soll niemand merken?
Lasst Euch den Artikel mal auf der Zunge zergehen! Ich bin entsetzt, merkt denn das keiner?
Gruß Wolfgang
Lieber Wolfgang
Ja, ich bin mir sicher, dass sich da einige Juden schiefgelacht haben, andere wurden sicher auch richtig zornig über die Jünger Jesu. Die hingegen haben ihren (den christlichen) Sabbat von Anfang an am ersten Tag der Woche gefeiert. Hier nochmal zur Erinnerung:
„Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, um Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte; und er zog das Wort hinaus bis Mitternacht.“ (Apostelgeschichte 20:7)
„Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft, macht auch ihr es so, wie ich es für die Gemeinden von Galatien angeordnet habe! An jedem ersten Wochentag lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle an, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht erst dann, wenn ich komme, Sammlungen geschehen.“ (1. Korinther 16:1-2)
Und hier noch ein Beweis, dass das Christentum den Sonntag als Sabbat verstanden hat – geschrieben zwischen 100 und 110:
„Lasset euch nicht verführen durch die falschen Lehren und die alten Sagen, die nichts nützen; denn wenn wir bis jetzt nach dem Judentum leben, gestehen wir zu, daß wir die Gnade nicht empfangen haben. (…) Wenn nun die nach dem alten Brauche lebten, umgekehrt zur neuen Hoffnung gelangt sind, indem sie nicht mehr den Sabbat halten, sondern ihr Leben nach dem Sonntag richten, an dem auch unser Leben auf gesprießt ist durch ihn und seinen Tod (…).“ (Brief des Ignatius an die Magnesier)
Es gibt viele Themen, über die Christen diskutieren können. Den Sabbat oder Tag des Herrn am ersten Tag der Woche zu feiern ist allerdings wahrlich keines davon.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit Deinem Geist.
Thomas
Hallo Thomas
Ich wollte ja auch gar nicht streiten. Es ging in unserer Diskussion darum, ob die 10 Gebote alle noch komplett gültig sind. Und um die Merkwürdigkeit, dass hier der 1. Tag der Woche, als der siebente bezeichnet wurde, der auch noch „heilig“ genannt wird. Der 7. Tag ist Gott heilig, von einem anderen ist in der Bibel nicht als heilig die Rede. Bloß weil man zum Brotbrechen am 1.Tag beisammen war, das kann am Sabbat Abend nach 18 Uhr gewesen sein, kann man doch den Sonntag nicht als heilig erklären und ihn Sabbat nennen. Darüber würde ein Jude lachen. Wir finden auch im neuen Testament in den Briefen keine Anweisungen diesbezüglich, müsste eine solche gravierende Änderung doch überall bekannt gemacht werden. Auch Jesus hätte schon darauf hingewiesen. Das Gegenteil davon ist jedoch de Fall!
Das um 70 nach Christus der 7. Tag Sabbat noch gültig gewesen sein musste, sieht man an Jesu eigener Aussage: „Betet darum, das Eure Flucht nicht am Sabbat geschehe“. Welche Flucht? Die um 70 nach Christus, das ist also nicht von „Anfang an“!
Ich habe viele Katholische, z.T. veröffentlichte Kommentare (kann ich zusenden) gesammelt, in denen sie unter anderem die „Scheinheiligkeit“ der Evangelischen Christen rügen, weil diese einen von der Kirche (Kraft ihrer Macht) eingesetzten Feiertag, als Herrentag feiern, der eben von selbiger Kirche und nicht von der Bibel eingesetzt wurde. Sie geben es zu. Welchen Beweis willst Du also aus der Bibel bringen? War Christus doch „der Herr über den Herrentag“, der Herr über den Sabbat und er kam nicht um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Kein Jota soll vom Gesetz geändert werden, weil es heilig und gut ist. Wer mich liebt, hält meine Gebote, sagte er es nicht genau so? Welche Gebote meinte er wohl damit? 9komplette gültige Gebote und das Eine, welches an die Schöpfung erinnert, heute wichtiger denn je, das hat seine Gültigkeit verloren? Das sei ferne, würde wohl Paulus jetzt sagen!
Behauptungen müssen belegt werden, einen Ignatius muss ich nicht kennen. Er schrib wohl nicht im NT. Ich halte es dabei lieber mit Luther. Sola scriptura – allein die Schrift, und die kennt keinen „heiligen 7.Tag – Sonntag“, wie oben im Artikel geschrieben wurde, das ist amtlich. Nur Luther hat sich nicht einmal selbst an seine Worte gehalten – das finden wir im „kleinen Kathechismus schriftlich bestätigt, so wie er die 10 Gebote „verbogen“(verlogen) hat.
Und – Gottes Sabbat-Gebot kann nicht durch Einkaufen am Sonntag gebrochen werden – eine Unmöglichkeit! Das war es was ich bemängeln wollte, mehr eigentlich nicht. Nun musste ich wohl gezwungener Maßen etwas weiter ausholen.
Seine Gnade ist mit mir, nicht mit meinem Geist!
Jahwes reichen Segen, Dir – mein Freund
Wolfgang
Guten Morgen Wolfgang
Vielen Dank für Deine Ausführung. Nun, lass mich Dir bitte darauf Antwort geben:
„Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat!“ (Matthäus 24:20).
Egal ob Christ oder Jude, am jüdischen Sabbat zur reisen war ziemlich ungünstig, da in ganz Judäa die Tore geschlossen waren und man nicht aus der Stadt kam (Nehemia 13:19-22). Eine Flucht vor der Zerstörung am Sabbat oder im Winter hätten die Misere lediglich erhöht.
Die Sittlichkeit und Substanz des Vierten Gebots liegt nicht daran, präzise den siebten Tag zu halten, sondern einen von den sieben.
Ich glaube ebenfalls an Sola Scriptura, aber eben nicht Solo Scriptura. Wenn ich in der Heiligen Schrift lesen, dass sich die Apostel am 1. Tag der Woche trafen, das Abendmahl hielten und Predigten, und dazu extrabiblische Schriften (in denen an sich keine Autorität liegt) der Apostolischen Väter (hier Ignatius, aber auch Didache, Barnabasbrief) nochmal betonen, dass der Sabbat nun am 1. Tag ist, dann werde ich mich vor soviel törichter Überheblichkeit hüten, das Gegenteil davon zu behaupten. Oder lässt Gottes Wort heute eine anderer Interpretation zu als das zur Zeit des Urchristentums der Fall war? Sollen hier etwa sämtliche Nachfolger Christi der letzten 1900 Jahre angeklagt werden? Ich halte es hier mit Charles H. Spurgeon: „Ich kann nicht mit denen einverstanden sein, die sagen, dass sie die `Neue Wahrheit`zu lehren haben. Diese beiden Worte scheinen mir einander gegensätzlich zu sein; das was neu ist, kann nicht wahr sein.“
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit [Deinem] Geist (Galater 6:18) mein lieber Wolfgang.
Dein Thomas
Mein lieber Thomas,
Nehemia lebte um 450 v. Christus und seine Aussage bezog sich wohl kaum auf die Zeit 70 n. Chr. ggf. sogar 135 n. Chr. in der Jerusalem endgültig zerstört werden sollte. Darauf bezog sich aber Jesu Aussage, auf eine Zeit die kommen würde.
Ich glaube nicht das der Mensch sich aussuchen kann welchen Tag er heilig halten möchte. Wenn Gott den 7.Tag für heilig erklärte, dann werde ich mich lieber daran halten wollen, zumal es immer Sabbat haltende Christen gab, auch während der von Dir erwähnten 1900 Jahre. Ich halte Kontakte zu messianischen Juden, die immer noch den Shabbat feiern (und es werden immer mehr), weil man es ihnen nicht mit der Schrift beweisen kann, dass der Tag „verlegt“ wurde. Jeder muss seinem Gewissen folgen. Wer die Erkenntnis nicht hat (oder haben will) sei seiner Meinung gewiss. Wer mich liebt hält meine Gebote, so halte ich es und bin damit sicher nicht gegen „anders“ glaubende Christen, ich habe nur ein anderes Schriftverständnis – ohne jemanden anklagen zu wollen! Pred. 12,13 bestätigt die Hauptlehre: „Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das gehört allen Menschen zu“
Auch ich habe das „Barnabas Evangelium“ zu Hause. Ich wundere mich nicht, das diese Schrift nicht in der Bibel zu finden ist, widerspricht es doch in vielem den 4 Evangelien in der h.S. – Ich würde es nicht in meine Argumentationskette einbeziehen wollen, es soll sich ja sogar um eine Fälschung handeln, aber das habe ich auch nur aus dem Internet! Ich habe es z.B. von einem Esoteriker (der nur durch den Genuss von reiner Rohkost zu Gott kommt und dazu Sonne und die „Mutter Erde“ anbetet) erhalten, der mir damit meinen Glauben an den Jesus, den ich erkannt habe, als falsch vermitteln wollte. Das sagt doch selbst erklärend alles – oder?
Warum sollte ich außerdem den katholischen Bekenntnissen nicht glauben, das sie den Tag Kraft ihrer Autorität „verlegt“ haben. Man könnte die Aussage aus Daniel 7,25: …und wird sich unterstehen Zeit und Gesetz zu ändern… – z.B genau darauf beziehen.
In Apg. 13.14 – 16.13 – 17. 2 und 18. 4 wird (wie viel Jahrzehnte nach der Himmelfahrt?) das halten des Sabbats durch die Apostel bestätigt, „da es ihre Gewohnheit war“. Ich wage es nicht dies zu ändern und möchte es auch nicht. Trotzdem gehe ich ab und zu auch Sonntags zum Gottesdienst, ohne diesen Tag zu heiligen. Mir ist der Shabbat eben heilig.
Du wirst es mir verzeihen, hier stehe ich und kann nicht anders.
Es grüßt Dich herzlich Wolfgang aus Berlin
Guten Morgen Wolfgang
Wenn es im Jahre 450 v. Chr. unter den Juden Brauch war die Tore am Sabbat zu schliessen, ist davon auszugehen, dass dies auch bis zur Zerstörung Jerusalems der Fall war. Ansonsten würdest Du Deiner Argumentation widersprechen.
Ich habe keineswegs von der häretischen Propagandaschrift „Barnabasevangelium“ geschrieben, sondern vom Barnabasbrief aus dem Jahre:
http://www.unifr.ch/bkv/kapitel5.htm
Diese katholischen Bekenntnisse habe ich nicht gelesen, so dass ich darauf nicht antworten kann. Aber ich kann Dir sagen, dass der erste Tag (manchmal auch achte Tag) als der Tag an dem man Gott öffentlich anbetete, das Wort las und das Brot brach, schon seit der apostolischen Zeit besteht. Die Römische Kirche ist allerdings erst durch die Überheblichkeit ihres Bischofs von Rom gegenüber den Kirchen des Ostens entstanden.
Die Stellen der Apostelgeschichte bezeugen, dass Paulus am Sabbat in die Synagoge ist. Das ist völlig richtig. Denn der Apostel wollte mit den Menschen reden und ihnen von ihrem Erlöser berichten und zu taufen (Apg 13:15-41. 16:14-15. 17:3-4. 18:5). Wann und wo sonst hätte er das tun sollen?
Ich denke, ich werde mir demnächst mal mehr Zeit nehmen und einen ganzen Artikel dazu schreiben.
Herrlichkeit sei Gott, jetzt und in alle Ewigkeit.
Thomas