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Weihnachtsgedicht

24. Dezember 2011

Scheinbar ist dieses Gedicht des Sangspruchdichters Spervogel (grob um 1200 herum) das erste schriftliche Zeugniss des Wortes “wihen naht” – auch bekannt unter “Weihnachten”.

Er ist gewaltic unde starc,
der ze wihen naht geborn wart:
daz ist der heilige krist.
jà lobr in allez, das der ist.
niewan der tievel eine
durh sinen gròzen übermuot
sò wart ìme diu helle ze teile.

Und jetzt nochmal im Stile des 19. Jahrhunderts:

Gewaltig ist er und ist stark,
der zu Weihnacht geboren ward:
das ist der heilige Christ.
Es lobt ihn, was erschaffen ist.
Allein der Teufel nicht;
dem ward für seinen Übermut
zur Straf’ zuteil der Hölle hart Gericht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Brüdern und Schwestern im Herrn eine gesegnete wihen naht und möchte mich ganz herzlich für das Interesse meiner Leser an SH bedanken!

Euer Hildibod

Ein Kommentar Eins hinterlassen →
  1. 29. Dezember 2011 13:55

    Ich bin beim Surfen gerade auf diese wunderbare Seite gekommen. Wirklich schön.

    Das ist zwar jetzt kein mittelalterlicher Link, sondern die Weihnachtsgeschichte modern mittels Facebook erzählt. Aber wunderschön, darum will ich diesen Link hier teilen..

    Frohe Weihnachtszeit und ein gesegnetes Jahr 2012,

    Dominik

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